"Es ist alles da, um glücklich auf Erden zu sein - wir haben Schnee und jeden Tag einen neuen Morgen, wir haben Bäume und Regen, Hoffnung und Träume, wir sind reich "
1981 in München

> als Friedrich Stowasser am 15.12. 1928 in Wien geboren
> Sto = 100 (auf russisch)
> nannte sich 1968 Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt
> starb am 19.02. 2000 auf einem Schiff ( hatte auch ein Boot: „Regentag" ) –in Neuseeland unter Tulpenbaum begraben
> seine Kunst:
- Bilder fielen wegen kräftigen, leuchtenden Farben auf
- er malte oft Spiralen
- entwarf auch Häuser (z.B. Hundertwasser-Haus in Wien)

> er war auch Umweltschützer + Philosoph:
- es sollten mehr Bäume gepflanzt werden (auch auf Häusern)
- die Menschen sollten sich nicht von der Mode beeinflussen lassen, sie sollten tragen, was ihnen gefällt
Es gibt keine Missstände der Natur. Es gibt nur Missstände des Menschen.
Wenn der Mensch glaubt, die Natur korrigieren zu müssen, ist es jedesmal ein nicht wiedergutzumachender Fehler. Es sollte nicht einer Gemeinde zur Ehre gereichen, wie viel selbstgewachsene Natur sie zerstört, sondern es sollte vielmehr für eine Gemeinde Ehrensache sein, soviel wie möglich von ihrer natürlichen Landschaft zu schützen.
Der Bach, der Fluss, der Sumpf, die Aulandschaft in ihrer gottgewollten Beschaffenheit müssen uns heilig und unantastbar sein. Bachregulierungen bringen nur Böses, was uns teuer zu stehen kommt: Absinken des Grundwassers, Absinken der Waldgrenze um bis zu 100 Meter, Versteppung großer Gebiete, kein Regenerieren des Wassers, das zu schnell abfließt.
Die Aulandschaft kann ihre Schwammtätigkeit - Aufsaugen von zuviel Wasser und langsames Abgeben bei Trockenheit wie eine gute Sparkasse in Notzeiten - nicht mehr erfüllen. Der regulierte Bach wird zum Abwasserkanal.
Fischsterben und keine Fische im Bach, weil sie nicht durch den regulierten Kanal können. Hochwasser mit verheerenden Folgen erst recht nach der Regulierung, weil zuviel Wasser zu schnell abfließt, in großen Mengen zusammenkommt, ohne von der Erde und der Vegetation aufgesaugt und abgefangen werden zu können. Nur ein hoch- und unregelmäßig fließender Bach mit baumbestandenem Ufer kann reines Wasser erzeugen, den Wasserhaushalt regulieren und den Fisch- und Tierbestand erhalten zum Nutzen des Menschen und seiner Landwirtschaft. Jetzt, fast zu spät, erkennt man diese uralte Weisheit, sprengt einbetonierte, geradlinig gemachte Fluss- und Bachläufe, um den vorherigen unregelmäßigen Zustand wiederherzustellen. Welch Ironie! Warum also den Bach regulieren, wenn man ihn nachher wieder entregulieren muss?
Hundertwasser, Mai 1990 [neue Rechtschreibung]

„Ich glaube, dass Malerei eine religiöse Beschäftigung ist, dass der tatsächliche Impuls von außen kommt, von irgend etwas anderem, was wir nicht kennen, eine undefinierbare Macht, die kommt oder nicht kommt, und die einem die Hand führt.
Man hat früher gesagt, es wäre die Muse zum Beispiel; es ist ein blödes Wort natürlich, aber es ist irgendeine Erleuchtung."